Die Stadt Erftstadt besteht aus vielen eigenständigen Ortschaften, die teilweise städtischen, teilweise dörflichen Charakter haben und schon viele hunderte von Jahren in dieser Form bestanden haben.
Durch den Zusammenschluss zu der Stadt Erftstadt im Jahre 1969 wurden einige der
bestehenden Strukturen an die Stadt Erftstadt abgeben (zentrale Verwaltung), aber vieles ist erhalten geblieben und sollte auch zukünftig erhalten bleiben. Jeder Ortsteil soll daher auch weiterhin alles bereithalten, was das Leben lebenswert macht. Dazu gehören fußläufige Einkaufsmöglichkeiten genauso wie ein aktives Vereinsleben und Treffpunkte für Kinder, Jugendliche und Senioren. Trotzdem muss jeder Bürger*in eines Ortsteils auch die Möglichkeit haben, schnell und unkompliziert einen Nachbarort zu erreichen. Sei es mit dem Auto, dem Fahrrad oder dem öffentlichen Personennahverkehr.
Die Mobilität endet nicht an den Grenzen von Erftstadt, sondern geht weit darüber hinaus. Als Tore zum Umland dienen dabei der Bahnhof in Liblar, der öffentliche Nahverkehr, die Autobahnen und die Fernstraßen.
Erftstadt und seine Ortsteile entwickeln sich weiter. Die Bevölkerung verändert sich, die Menschen werden älter, neue BürgerInnen ziehen in unsere Stadt. Der Flächenverbrauch nimmt immer weiter zu, wobei die Bevölkerungszahl stabil bleibt. Einige bauen auf der „grünen Wiese“, andere erwerben Bestandsimmobilien, um diese zu renovieren.
Die einen erneuern, die anderen erhalten das Bestehende.
Was den Bürger*innen geboten werden kann, hängt in großen Teilen von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt ab. Diese sehen seit Jahrzehnten schlecht aus. Wie viele andere Kommunen auch ist Erftstadt überschuldet. Es wurde zu viel investiert in Projekte, die den Bürgern keinen oder nur geringen Nutzen brachten. Folgekosten wurden nicht bedacht und der Mut auch im eigenen Bereich (Ratsarbeit) einzusparen fehlte.
Dies alles in eine vernünftige Kombination zu bringen, sollte vorrangiges Ziel der Politik in Erftstadt sein.
Politik funktioniert in guter Zusammenarbeit mit den Bürger*innen. Vor allem vor und
nach der Wahl. Um Erftstadt mit zu gestalten und um aktiv an Veränderungs- und Verbesserungsprozessen mitzuarbeiten, müssen Informationen gebündelt und transparent an Erftstädter*innen herangetragen werden. Das Engagement oder der Wunsch, sich einzubringen, ist sehr oft bereits vorhanden.
Wir werden daher von der Verwaltung fordern, die Erftstädter*innen frühestmöglich über Vorhaben zu informieren, zu befragen und um Anregungen zu bitten.1
Bei der Freien Wählergemeinschaft kann jeder Bürger*in mitmachen, der in keiner Partei gebunden ist. Die Freie Wählergemeinschaft ist keine Partei, sondern ein Zusammenschluss von Erftstädter Bürger*innen.
Wir stehen für eine weitsichtige und kooperative Handlungsweise über alle politischen Lager hinweg, denn nur so lassen sich kommunale Lösungen finden, die allen berechtigten Interessen der Bürger*innen, der Unternehmen und der Ökologie in höchst möglichem Maße gerecht werden.
Wir respektieren die Standpunkte aller Interessensgruppen gleichermaßen. So erzielen wir am Ende alle den höchsten Nutzen und das Beste für Erftstadt.

Zusammen mit vielen engagierten Erftstädter*innen haben wir, die Freie Wählergemeinschaft nachstehendes Programm für Erftstadt erarbeitet:

Vorwort

Unsere Grundsätze:
Bürgerwille geht vor Parteiwille
Sachpolitik steht vor Klientelpolitik
Unabhängigkeit
Transparenz
Neutralität
Bürgernähe
Bürgerbeteiligung